Donnerstag, 27. Feber 14 / 20:00

Rathaussaal Radenthein, Vorverkauf: € 13, Abendkasse: € 15
Kartenvorverkauf: Raiffeisenbamk Radenthein

"QUERSCHLÄGER" Kabarett

Querschläger-Quartett          Kult~Konzert~Kabarett

         Das Querschläger-Quartett ist die kleine Version der Lungauer Kultgruppe um Fritz Messner, die sich in den letzten Jahren ihre eigene, unvergleichbare Form zwischen Konzert und Kabarett geschaffen hat.

Fritz Messner..........................Gesang, Fotzhobl & Gschichtln
Mathias Messner.....................Gitarren & Gesang
Reinhard "R7" Simbürger...........Gesang, Gitarren, Banjo, Lungauer Berghorn, Didgeridoo, Sansula,
                                            Udu-Drums, Hang, Trompete & diverse Kleinteile 
Fritz Kronthaler......................Klarinetten (u.a.: Kontrabaßklarinette), Saxophone, Dudelsack,
                                            Okarina, Flöten & Tröten, fallweise auch Potatophon

Bei den Auftritten der Quartettbesetzung steht die lockere, kabarettistische Seite im Vordergrund. Die einzelnen Lieder werden durch die schrägen, kabarettistischen "Gschichtln" von Fritz Messner aufbereitet und verbunden. Das Querschläger-Quartett schafft dabei einen schier unmöglichen Spagat. Erfolgreiche Auftritte an so unterschiedlichen Orten wie Kabarettbühne, Literaturhaus, Kulturvereinssaal, Landestheater, oder Bauerngasthaus in allen österreichischen Bundesländern und dem angrenzenden Bayern erfolgreich zu absolvieren, ohne sich verbiegen zu müssen oder am einen oder anderen Ort deplaciert zu sein. Musikalisch treffen hinterfotzige Gstanzln, Jodler und wohlbekannte alpine Volksweisen in "runderneuerter" Form auf sparsam arrangierte Folk- und Bluessongs und auf Stücke mit ungewohnten Instrumenten wie Berghorn, Birkenblatt, Kontrabassklarinette, Sansula, Hang, Udu-Drums oder Didgeridoo. Insgesamt werden weit über 20 Instrumente eingesetzt.

Inhaltlich werden zuerst die Klischees des Alltagslebens und der allgegenwärtigen Medien- und Konsumkultur mit der Realität auf Kollisionskurs gebracht und dann die Folgen des Zusammenpralls lyrisch und satirisch unter die Lupe genommen.

Da kann es schon passieren, dass sich "eines Sonntags frühmorgens" nicht der Jaga und der Wildschütz, sondern der Förster und der Mountainbiker im grünen Forst als Duellanten gegenüberstehen, dass Schwammerlsuchen als "Mushrooming" zur neuen Trendsportart erhoben wird, dass der Zaubara-Jåggl an den Crossroads von Robert Johnson seinen existentiellen Pakt mit dem Bluesteufel schließt, oder dass ein neuer Gangster-Rap-Star mit Künstlernamen "Silo" in seinem Megahit "Tattoo Tattoo Tattoo" ganz ganz böse sein will.

Es kann auch passieren, dass ganz schlüssig demonstriert wird, wie ein Casting zum Kas-Ding wird, die Querschläger ihr Bewerbungslied für den Song Contest vorstellen und musikalisch beweisen, dass die moderne Popmusik eigentlich nur im Lungau entstanden sein kann, weil im dortigen Dialekt die Silbenkombination"Schalala" eine ganz bestimmte Bedeutung hat.
Es kann aber auch genauso gut  passieren, dass ein anscheinend ganz harmlos beginnendes Liedchen mit gefälliger Melodie als tiefschwarze Moritat für die meisten handelnden Personen tödlich endet, dass auch in die dunklen, verschwiegenen und verschütteten Ecken des idyllischen Landlebens geleuchtet wird, oder dass überhaupt nicht satirisch gemeinte, fragile und metaphernreiche Liebeslieder und Balladen den Zuhörer in gänzlich entgegengesetzte Gefühlslandschaften entführen.

Der schmale Grat zwischen komisch und ernst, zwischen Idylle und Abgrund, wird manchmal offensichtlich, manchmal nur zwischen den Zeilen sichtbar, manchmal verschwindet er ganz.
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